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Das Kunstprojekt

Das Pferd in minimalistischer Darstellung – Kunstprojekt

Ziel des Projektes: Die Pferde und den Reitsport in verschiedenen Facetten darzustellen, klare Linien sprechen zu lassen und trotz stark abstrahierter, minimalistischer Darstellung mit einer Pferdegrafik möglichst viel auszusagen. Gleichzeitig möchte ich mit meinen Arbeiten die Sinne der Pferdefreunde schärfen und dazu anregen, genauer hinzuschauen und auf Feinheiten zu achten, denn nur wenn der Reiter auf die Feinheiten achtet, kann auch die völlige die Harmonie zwischen Pferd und Reiter entstehen.

Die Vorgeschichte zum Kunstprojekt

Pferde faszinieren mich schon seit meinem dritten Lebensjahr so sehr, dass ich fast 40 Jahre lang jede freie Minute mit Pferden verbracht habe. Und konnte ich mal nicht bei Pferden sein, habe ich Bücher und Fachzeitschriften verschlungen, um mein Wissen über Pferde zu vertiefen und immer mehr über Pferde, die Anatomie des Pferdes, die klassische Reitlehre, die Ausbildung, verschiedene Pferderassen usw. zu lernen – oder ich habe Pferde gemalt. Schon als Teenager habe ich Pferdeköpfe in meine Schulhefte gemalt, und wenn man meine Pferdegrafiken von heute mit denen aus der Schulzeit vergleicht, erkennt man eindeutige Übereinstimmungen in den Linienführungen der wesentlichsten Linien. Der „typische Pinselstrich“ scheint mir wohl in die Wiege gelegt, auch wenn sich meine Grafiken von den damaligen Bleistiftzeichnungen bis zu meinen heutigen Grafiken im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt hat.

Nachdem ich in jungen Jahren auch hauptberuflich mit Pferden gearbeitet hatte, musste ich mich aus gesundheitlichen Gründen eines Tages beruflich verändern. Da mich neben den Pferden ansonsten nur künstlerische Tätigkeiten zu begeistern vermöchten, nahm ich ein Grafikdesign Studium auf, das ich 2004 mit der Gesamtnote 1,5 erfolgreich abgeschlossen habe.

Die Anfänge des Kunstprojekts „Pferd in minimalistischer Darstellung“

Während meines Grafikdesign Studiums wurde auch der Grundstein für dieses Kunstprojekt gelegt, auch wenn mit das zu Beginn dessen noch gar nicht richtig bewusst war. Vielleicht hätte ich die Gesamtnote sogar noch ein wenig verbessern können, wären meine Pinselstriche und Zeichenstriche noch ein wenig lockerer, Skizzenhafter gewesen. Dies war in verschiedenen Arbeiten ein Kritikpunkt. Einerseits wurde meine klare, präzise Linienführung gelobt, andererseits aber auch kritisiert gelegentlich ein wenig streng zu wirken, weshalb man mich ermunterte in meinen Arbeiten mehr Mut zu lockeren Skizzen im Stil von groben Scribbles zu zeigen. Das habe ich zunächst auch umgesetzt, allerdings immer mit dem Gefühl, dass es nur eine umgesetzte Anweisung, aber irgendwie einfach nicht mein eigener Stil war. Abgesehen davon gab es zu dem Zeitpunkt bereits zwei in Reiterkreisen bekannte, und auch von mir sehr hoch geschätzte Pferdemaler, die solch einen lockeren Skizzen kultivierten. Auch wenn (oder gerade weil)  ich deren Arbeiten sehr schätzte, sah ich wenig Sinn darin deren Stil nachzuahmen, ich wollte meinen ganz eigenen Weg finden. Die ersten „Gehversuche“ in diese Richtung entstanden bereits im Rahmen meines Studiums.

Die Entwicklung der Eigenart - Linien sprechen lassen

Zum Ende meines Studiums reifte die Idee weiter, Pferde abstrahiert und ganz minimalistisch darzustellen, mit klaren Linien, die trotz ihrer Klarheit eine Lockerheit und Leichtigkeit ausstrahlen sollten, die der Schönheit, Grazie und Anmut des Pferdes gerecht wird. Es sollten Darstellungen des Pferdes sein, die es in dieser Art noch nicht gab und in denen ich meinen eigenen Stil finden konnte. Ich recherchierte intensiv und fand dabei entweder Pferdelogos, die im Stil von Piktogrammen dargestellt waren und die Pferdeköpfe oft eher betont kantig darstellten, (wie zu Beispiel das Logo der berühmten Pferdesportmesse), detailgetreue Pferdeportraits, oder eben die bereits erwähnten lockeren, eher Skizzenhaften Zeichnungen von Pferden.

Mir wurde dann schnell klar, dass ich aber mich mit meiner Interpretation des Pferde irgendwo genau dazwischen positionieren wollte. Es sollte in die abstrakte Richtung gehen, reduziert sein, trotzdem in den Grundzügen weiche, runde Formen haben. Einen Denkanstoß gaben mir hierzu die berühmten Grafiken von Picasso, (Der Hund, Das Kamel, Die Eule, usw.), in denen Picasso die Tiere jeweils aus einem einzigen Strich zeichnete. Eine geniale Idee, dem Betrachter mit einem einzigen Strich ein ganzes Tier zu vermitteln. Allerdings wollte ich auch diese Idee nicht nachahmen, sondern nur den Ansatz aufgreifen mit möglichst wenig, möglichst viel zu vermitteln.

Dies wollte ich nicht mit einer einzigen durchgängigen Linie schaffen, sondern mit wenigen angedeuteten Linien, zwischen denen Lücken stehen, die den Betrachter in das Bild hineinziehen. Wer Pferde verstehen will und eine Harmonie zwischen Pferd und Reiter erreichen will, muss sich auf auf das Pferd einlassen, deswegen wollte ich den Betrachter anregen, sich mit der Darstellung auseinander zu setzen. Die Lücken sollten sich wie selbstverständlich vor seinem geistigen Auge schließen und gleichzeitig eine Lockerheit in die Zeichnung bringen, welche den klaren, präzise gesetzten Linien die Strenge nimmt. Klare Linien, die trotzdem Locker wirken, eine abstrakte Darstellung, die in der Aussage dennoch präzise ist, das war das Ziel. Eine neuartige, bis dahin noch nicht da gewesene Darstellung des Pferdekopfes, die einerseits klare Bildaussagen vermittelt, der Pferdefachfrau / dem Pferdefachmann aber gleichzeitig einen gewisse Spielräume zur freien Interpretation bestimmter Eigenschaften des Pferdes lässt, das im Endergebnis nur noch mit möglichst wenigen Linien angedeutet sein sollte.
Der "Grundtyp" meiner Interpretation des Pferdekopfes
So entstanden 2004 die ersten Entwürfe meines Pferdekopfes, der inzwischen in der Pferdewelt weit verbreitet ist und der quasi den Grundstein für viele weitere Entwürfe legte. Was im Endergebnis auf den Laien vielleicht wie „ein paar einfache Pinselstriche“ wirken mag, ist das Ergebnis eines langen Schaffensprozesses mit vielen Arbeitsschritten, in denen ich immer wieder an der Form des Pferdeohrs, der Aufrichtung des Halses, der Nasenlinie und den Proportionen der einzelnen Pinselstriche zueinander gefeilt habe, bis das Endergebnis stand. Auch wenn sich in diesem Pferdekopf noch deutliche Parallelen zu den Proportionen & Linienführungen meiner Bleistiftzeichnungen aus Teenager Tagen erkennen lassen, war es bis zur Reife dieser stark abstrahierten Form ein weiter Weg, mit vielen Arbeitsschritten und Verfeinerungen.

Dieser Pferdekopf ist bis heute eine meiner Lieblings-Arbeiten, denn diese Art der Darstellung war zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung völlig neu und es war mir damit gelungen meines ganz eigene Interpretation des Pferdekopfes abstrakt auszudrücken, ohne meinem Stil der klaren Linien untreu zu werden. Einerseits ist die Darstellung sehr abstrakt, gleichzeitig sind die Linien jedoch sehr präzise geführt und lassen trotz der Reduzierung auf ein absolutes Minimum bei näherer Betrachtung die für meine Arbeiten typische „Detailverliebtheit“ erkennen, wie an meinem ganz typischen Pferdeohr und an den Verjüngungen zwischen Ohr, Halsansatz und Nasenlinie.

Der Zeit eine Nasenlänge Voraus

Das die Nase des Pferdes schon in diesen ersten Arbeiten meines Kunstprojektes so deutlich vor der Senkrechten steht ist kein Zufall, denn ich habe den Trend zu dem was heute als „Hyperflexion“ oder „Rollkur“ bezeichnet wird, schon damals sehr kritisch gesehen, auch wenn die Debatte zur heute so umstrittenen „Rollkur“ erst viele Jahre später aufkam. Zum damaligen Zeitpunkt gab es diese heute so hitzig geführte Debatte noch nicht. Pferdeköpfe wurden damals meist an der Senkrechten stehend, oder sehr oft auch sogar mit eingerollten Hälsen deutlich hinter der Senkrechten dargestellt. Meine Pferdegrafiken sollten dem ganz bewusst entgegen stehen und ohne Worte für eine Rückbesinnung auf die klassische Reitlehre plädieren, indem sie trotz der minimalistischen Darstellung andeuten, wie elegant und Anmutig ein Pferdekopf mit der Nase vor der Senkrechten wirken kann. Der oben abgebildete Pferdekopf legte quasi den Grundstein für viele weitere Arbeiten, die in den Grundzügen und Proportionen ähnlich, aber immer wieder neu interprätiert sind. Mal "hengstiger", mal sportlicher, mal weicher, mal fröhlich - frech, mal witzig, wie ein kleiner Auszug aus diesen Arbeiten zeigt:
Das Kultivieren des Minimalismus

Das lange „feilen“ an dieser Idee und an den ersten Pferdeköpfen dieser Art hat mich so in den Bann gezogen, dass ich gar nicht mehr damit aufhören konnte. Die Pferdewelt hat so viele Facetten,  und so erwachte der Wunsch, diese Vielfalt auch in meinen Pferdegrafiken ausdrücken, meine  minimalistischen Darstellungen des Pferdes immer weiter zu kultivieren und immer wieder neue Variationen und Interpretationen zu erfinden. So sind im Laufe der Jahre zahlreiche Pferdeköpfe und andere Pferdegrafiken entstanden, die mit möglichst wenigen Linien möglichst viel aussagen möchten und sich durch klare, prägnante Linien mit einem „lockeren Schwung“ auszeichnen.
trabendes Pferd
Nach einer vielfältigen Entwurfsreihe von verschiedenen Pferdeköpfen widmete ich dann auch auch anderen Ansätzen, wie die Darstellung des trabenden Pferdes mit nur wenigen Linien, zu dem sich wenig später dann auch ein springendes Pferd gesellte. Hinzu kam die Darstellung des Pferdes im Spanischen Schritt, das nur auf die Oberlinie reduziert, eines galoppierenden Pferdes, das ebenfalls nur als minimalistische Oberlinie angedeutet ist und den Betrachter dennoch ahnen lässt, dass es sich um ein galoppierendes Pferd handelt, sowie viele weitere Pferdegrafiken und Pferden mit Reiter, die immer wieder dem gleichen Ansatz folgten und auf minimalistische Darstellung setzten.
Pferdesilhouetten mit Liebe zum Detail - Formen sprechen lassen

Später begann ich mich zusätzlich auch Pferdesilhouetten zu widmen, in denen auch wieder meine „Detailverliebheit“ zum tragen kommt. Diese Idee entstand als eine Art Gegenbewegung zu den zahlreichen im Web kursierenden Pferde Silhouetten, die mittels reiner Technik (automatischer Vektorisierung) oft aus Fotos erstellt werden, wobei häufig entweder kantige, oder übertrieben geglättete Konturen, gelegentlich auch regelrechte „Klumpfüße“ entstehen, die der Schönheit des Pferdes in meinen Augen nicht gerecht werden. Vermutlich ist es eine Erscheinung, die der Schnellebigkeit des Internets geschuldet ist, dass so viele maschinell erstellte Silhouette kursieren, die auf Knopdruck entstanden sind und dadurch über Bildagenturen "für kleines Geld" angeboten werden können.

Ich sehe diese Entwicklung kritisch, denn gerade bei Silhouetten, auf denen Pferd und Reiter zu sehen sind, verschmelzen Pferd und Reiter in der Silhouette vor dem Auge des Betrachters ganz automatisch zu einer Form. Damit Pferd und Reiter im wahren Leben zu einer Einheit verschmelzen können, bedarf es dagegen einer besonderen Harmonie, die nur entstehen kann, wenn der Reiter auf Feinheiten achtet und die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter auf höchst feinfühliger Ebene stattfindet.

Um Pferde richtig und auf eine gesunde Art und Weise zu trainieren, ist es unerlässlich das Auge des Reiters / Ausbilders zu schulen und auf kleinste Feinheiten zu achten, deswegen ist es mir wichtig, auch bei meinen Pferdesilhouetten auf feine Details zu achten und diese sehr sorgsam auszuarbeiten. Dass es Tage oder Wochen dauern kann, bis eine Silhouette nach unzähligen Überarbeitungen so weit ausgereift ist, dass ich sie für gut genug halte, nehme ich dabei gerne in Kauf. Pferde sind sensible Wesen und wenn wir den Pferdesport in Harmonie mit dem Pferd ausüben wollen, unsere Pferde gesund erhalten wollen, dann dürfen wir nicht verlernen genau hinzuschauen und auf die feinen Details zu achten. Deswegen versuche ich mit den sehr sorgsam ausgearbeiteten feinen Details meiner Pferdesilhouetten den Blick zu schärfen und möchte so meinen Beitrag leisten, Pferdefreunde für feine Details zu sensibilisieren, das Pferd immer wieder ganz genau zu betrachten, genauer hinzuschauen, dem Pferd mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
Selbstverständlich ist mir bewusst, dass ich die Welt nicht entschleunigen und den Trend zur "Massenware Pferdegrafik auf Knopfdruck" nicht aufhalten kann - dennoch sollen meine Arbeiten diesem Trend ganz bewusst entgegen stehen.
    
Eine Pferdeausbildung nach der Devise: „schnell, schnell, Hauptsache es bringt schnelles Geld“ findet man im Reitsport leider viel zu oft und sie geht immer zu Lasten der Pferde, die den Preis für die „schnell schnell Methode“ mit ihrer Gesundheit zahlen. Es ist ein Prozess, der sich über viele Jahre in den Reitsport eingeschlichen hat und viele haben sich längst daran gewöhnt. Wie sonst ist es zu erklären, dass Zuschauer begeistert applaudieren und Richter hohe Wertnoten vergeben, wenn schon Remonten auf Turnieren wie „fertige“ Dressurpferde vorgestellt werden?  

Eine solide Pferdeausbildung braucht Zeit, denn ein Pferd braucht Zeit um zu reifen und die körperlichen und psychischen Voraussetzungen entwickeln zu können, die es benötigt, um bis ins hohe Alter spektakulär „strampeln“ zu können – und zwar mit Freude und Spaß an der Arbeit.  

Deswegen nehme ich mir auch Zeit für meine Pferdegrafiken, feile immer wieder an Details, lasse sie reifen und feile erneut an den Details - stets in der Hoffnung, dass im Pferdesport eines fernen Tages doch wieder eine Rückbesinnung auf die Sorgfalt stattfindet, die unsere Pferde brauchen und verdienen.  
    
Und wenn meine Grafiken für den Laien am Ende aussehen wie ein paar schnell gezogene Linien, dann ist es genau wie mit einem gut ausgebildeten Dressurpferd, das mit seinem Reiter in Harmonie durchs Viereck schwebt. Das sieht für den Laien so leicht und einfach aus, dass oft sogar behauptet wird reiten sei kein Sport, schließlich lasse sich der Reiter ja nur tragen. Wer selbst reitet weiß jedoch, wie lang der Weg ist, bis es so leicht und „einfach“ aussieht, wie viele Jahre sorgfältiger Ausbildung und Arbeit dahinter stehen, wie oft man sich immer wieder in das Pferd hinein denken und kreative Wege finden muss, dem Pferd die Freude zu erhalten, ohne die solche Leichtigkeit gar nicht möglich ist.  

Schnelle Massenware im Sinne von reinen Werbegrafiken ("Gebrauchsgrafiken") produziere ich als Grafikerin grundsätzlich zwar auch - allerdings nicht zum Thema Pferd, denn dafür liegen mir Pferde einfach viel zu sehr am Herzen. Deswegen nehme ich mir beim Thema Pferd die "künstlerische Freiheit" meine eigene Interpretation des Pferdes und der Facetten des Pferdesports auszudrücken.

Noch kein Ende des Kunstprojekts in Sicht

Das sich mein Kunstprojekt rund ums Pferd über so viele Jahre ausweiten würde, war anfangs noch nicht abzusehen und inzwischen glaube ich, dass es sich längst zu einer Art „never ending story“ verselbstständigt hat, die mich noch viele Jahre fesseln und beschäftigen wird. So wie die Faszination des Pferdesports für mich immer darin lag, dass man in diesem Bereich niemals auslernen kann, liegt auch bei diesem Kunstprojekt der besondere Reiz darin, dass trotz der vielen Jahre und Arbeiten zu diesem Thema noch lange kein Ende absehbar ist.

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“
(Antoine de Saint-Exupéry)

 
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